Guter Musikunterricht stellt sich in den Dienst der Anliegen des Schülers.
Daher gilt es als erstes, diese Anliegen klar zu formulieren und auch auf dem Weg
dorthin das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Natürlich darf es sich verändern
und soll mitwachsen. Daher wird es immer wieder zu überprüfen sein.
Ein guter Lehrer stellt eine Art Spiegel für den Schüler dar.
Schlagzeug spielen ist in erster Linie eine sehr körperliche Erfahrung,
die Koordination der vier Gliedmaßen, das Entwickeln des rhythmischen Körperbewusstseins
und des Muskelgedächtnisses, erfordert eine den unbewussten Abläufen zugewandte
Aufmerksamkeit. Dafür muss der Lehrer sich in seinen Schüler hineinversetzen.
Außerdem ist aus meiner Sicht das wichtigste, nicht diesen kindlichen Spaß am
Musikmachen zu verlieren, der uns alle irgendwann einmal dahin gebracht hat.
Manchmal kann Theorie dabei helfen, weiterzukommen, Horizonte zu erweitern, und sich zu
motivieren, und manchmal steht sie dem Spaß und dem Gefühl und damit dem Sinn von Musik
im Wege.Ein guter Lehrer ist für genau diese Grenze sensibel, und weiß aus eigener
Erfahrung, wann Zeit für Theorie ist und wann für Praxis.
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